Foto: Herstellung von Convenience-Backwaren (Copyright: Jörg Meyer | jumpr.com)

Gerne einfach gut – Zeit für Convenience-Produkte

Der jüngste „Ernährungsreport“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft betont, dass die Deutschen immer mehr Freude am Kochen finden und Geschmack und Gesundheit beim Essen die größten Rollen spielen. Das wundert nicht, aber mehr als die Hälfte der Befragten gab auch an, dass es ihnen besonders auf einfache und schnelle Zubereitung ankommt – mit die Hauptargumente für Convenience-Produkte.
„Convenience“ bedeutet Bequemlichkeit und Komfort und steht im Lebensmittelbereich für Produkte, die mit mehr oder wenig Aufwand (siehe Infokasten) zu einer verzehrfertigen Mahlzeit zubereitet werden können.

Einfachheit und Planbarkeit haben nicht zuletzt durch die Coronakrise zusätzliche Bedeutung erhalten. Das gilt gleichermaßen für all diejenigen, die sich in Homeoffice und Homeschooling anders organisieren müssen, als z. B. auch für Einrichtungen der Außer-Haus-Verpflegung, die angesichts der Umstände oft sehr flexibel sein müssen.
Bei allen Benefits, die Convenience hier bietet: Regionalität, Tierwohl und Nachhaltigkeit sind mittlerweile Faktoren, die heute neben gutem Geschmack und gesunder Ernährung auch bei Convenience-Produkten immer stärker hinterfragt oder sogar gefordert werden.
In dieser Hinsicht steht und fällt die Qualität von Convenience mit den eingesetzten Rohstoffen, mit deren Lieferketten und dem gemeinsamen Interesse aller Beteiligten an der Umsetzung wichtiger Anforderungen.

Ernährung-NRW e. V. hat zwei Mitgliedsbetriebe besucht, die in Nordrhein-Westfalen in unterschiedlichen Convenience-Segmenten produzieren. Die Geschäftsführer der Hülshorst Feinkost GmbH in Harsewinkel und der Dermaris GmbH in Rietberg berichten in unserem Video von ihren Erfahrungen, Strategien und Herausforderungen.

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Foto: Herstellung von Convenience-Backwaren (Copyright: Jörg Meyer | jumpr.com)
Foto: Herstellung von Convenience-Backwaren (Copyright: Jörg Meyer | jumpr.com)
Foto: Herstellung von Convenience-Fleischprodukten (Copyright: Jörg Meyer | jumpr.com)
Foto: Herstellung von Convenience-Fleischprodukten (Copyright: Jörg Meyer | jumpr.com)

Beitragsfoto, Fotos und Video: Jörg Meyer | jumpr.com

Convenience-Produkte werden je nach Fertigungsstufe bzw. Grad der umgehenden Verzehrfertigkeit eingeteilt:

  • In Stufe 0 sind die Produkte noch nicht verzehrfertig, alles muss komplett selbst gemacht werden, um das Produkt auf den Teller zu bringen (z. B. ungeputztes Gemüse).
  • In Stufe 1 sind die Produkte bereits küchenfertig und zu 15 Prozent verzehrbereit und müssen vor dem Garen beispielsweise noch gewürzt oder portioniert werden (z. B. geputztes Gemüse oder zerlegtes Fleisch).
  • In Stufe 2 sind die Produkte schon garfertig und zu 30 Prozent für den Verzehr vorbereitet, müssen nur noch gegart werden (z. B. Tiefkühlgemüse, Teigwaren, paniertes oder gewürztes Fleisch, flüssige Fertigsuppen).
  • In Stufe 3 sind die Produkte misch- oder aufbereitfertig und zu 50 Prozent verzehrbereit (z. B. Fertigmüsli, Suppen in Pulverform).
  • In Stufe 4 sind die Produkte regenerierfertig und zu 85 Prozent für den Verzehr vorbereitet, müssen nur noch aufgewärmt werden (Tiefkühl-Pizza, vorgegarte Fleischgerichte wie Frikadellen).
  • In Stufe 5 sind die Produkte verzehrbereit bzw. tischfertig und können sofort verzehrt werden (Fertigsalat inkl. Salat-Dressing, Obstkonserven).