Aktuelle Herkunftsangaben auf Lebensmitteln

93% der Verbraucher vertrauen Lebensmitteln aus der Region1. 97 % der Verbraucher geben an, regionale Produkte zu kaufen, wenn sie aus der definierten Region stammen2. Diese und viele andere Umfragen bestätigen seit Jahren die stetig steigende Vorliebe der Verbraucher für das Thema Regionalität.

Regionalität liegt nicht nur im Trend. Für immer mehr Verbraucher ist sie ein wichtiger Teil der Kaufentscheidung. Doch wie findet der Verbraucher beim Einkauf regionale Produkte? Was verrät die Verpackung über die tatsächliche Herkunft der Lebensmittel?

Kennzeichnung von Lebensmitteln

In Deutschland ist die Kennzeichnung von Lebensmitteln genau vorgeschrieben.

Die EU-weit geltende Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) verpflichtet Hersteller auch in Deutschland dazu, für ausgewählte Lebensmittelgruppen Auskunft über Herkunft oder Ursprung zu geben. Dazu gehören die meisten Obst- und Gemüsearten, Eier, Rindfleisch und ab dem 1. April 2015 auch Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch3.

Eine Ausnahme stellen verarbeitete Produkte dar; bei ihnen ist die Herkunftsangabe auf der Verpackung nicht verpflichtend. Hier muss die Angabe des Herstellers bzw. die Firmenanschrift vermerkt sein.

Lebensmittel aus der Region

Anhand dieser gesetzlichen Vorschriften allein ist es also dem Verbraucher nicht immer möglich herauszufinden, aus welcher Region ein Lebensmittel tatsächlich stammt.

Der Begriff „regional“ ist weder geschützt noch gibt es eine gesetzliche Regelung, die festlegt, wie viel Prozent des Endproduktes tatsächlich der Region entstammen muss oder in welchem Umkreis noch von „aus der Region“ gesprochen werden darf. Das gilt sowohl für frische Produkte als auch für verarbeitete Lebensmittel. .

Seit geraumer Zeit entstehen sowohl von Seiten der Politik als auch aus der Ernährungswirtschaft heraus immer mehr Initiativen und Marken, die dem wachsenden Verbraucherbedürfnis nach Authentizität und Qualität entgegenkommen und die Transparenz für den Verbraucher schaffen möchten. Sie unterscheiden sich jedoch häufig bezüglich des Anteils an Rohprodukten, die aus der Region stammen müssen, der Definition der „Region“ selbst, in Zertifizierungs- und Kontrollsystemen, der Anzahl der Lizenznehmer bzw. der Marktdurchdringung und Verbreitung sowie bestimmten Zusatzkriterien wie Fairness, Tierwohl oder Umweltschutz.

Das Regionalfenster, vom Bundesministerium für Verbraucher ins Leben gerufen, zeigt, aus welcher Region die Rohstoffe stammen und wo sie verarbeitet wurden. Demnach muss die Hauptzutat nachweislich aus der angegebenen Region stammen.

Auf der einen Seite gibt es die Regionalsiegel der Bundesländer, die für einige Bundesländer eine Vergleichbarkeit schaffen. Für den Anteil der Rohstoffe aus der Region sowie die Zertifizierungs- und Kontrollsysteme hat jedoch jedes Bundesland unterschiedliche Bestimmungen.

Neben den Länderzeichen versucht auch der Lebensmittelhandel über seine eigenen Handelsmarken die Wünsche der Verbraucher nach regionalen Produkten zu erfüllen. Die Qualitätsstandards oder Anforderungen, welche die Herkunft des verwendeten Rohstoffs betreffen, sind auch hier sehr unterschiedlich. Oft handelt es sich lediglich um die Vertriebsregion, die mit Begriffen wie „Aus der Heimat“, „Aus dem Norden“, „Von hier“ beworben wird und die beim Verbraucher eine Assoziation mit der eigenen Region herstellt. Oder es wird mit „Region“ geworben, ohne diese konkret einzugrenzen.

Auch Regionalinitiativen und -marken der Lebensmittelwirtschaft sind in Sachen Regionalität aktiv. Sie unterscheiden sich ebenfalls bezüglich der Kriterien zur Vergabe ihrer Siegel. Häufig ist die Abgrenzung der Region nicht eindeutig nachvollziehbar und auch die Anforderungen für die Rohstoffherkunft aus der entsprechenden Region variieren zwischen 10 und 100 %. Dazu kommt, dass auch Kontroll- und Zertifizierungssysteme sehr unterschiedlich sind.4

Das zeigt, wie unterschiedlich „Regionalität“ von den Akteuren am Markt definiert wird.

„Marke NRW“

Erstmals in NRW gibt es eine Kennzeichnung, die Qualität, Herkunft und Engagement des Betriebs für die Region in Kombination auszeichnet: das Konzept der: „Marke NRW“

In Nordrhein-Westfalen hat die Land- und Ernährungswirtschaft einen konsequenten Weg eingeschlagen. Mit der „Marke NRW“ wurde ein Konzept entwickelt, das sich von vielen anderen regionalen Initiativen, fairen Bewegungen oder Handelsmarken unterscheidet.

Man sieht sich der Region verpflichtet und stellt besonders hohe Anforderungskriterien an die Hersteller. Die „Marke NRW“ ist ein Dachmarkenkonzept, das „Regionalität“ über verschiedene Bausteine definiert. Darüber hinaus ist eine Produkt-Kennzeichnung regionaler Verankerung in Verbindung mit einem Qualitätsversprechen erstmals in Deutschland möglich.  So wird ein Siegel für „Geprüfte Qualität NRW“ zur Bewerbung von Lebensmitteln für Herkunft und Qualität vergeben. Eine zweite Auszeichnung kann der Betrieb erhalten, wenn er „Der Region verpflichtet“ ist. Hier kann die regionale Verankerung für  vier Bausteine erreicht werden. LINK

       
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