Foto: Aubrac-Rinder in der Lippeaue (Quelle: Vogelsang Stiftung)

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Gesucht: Halter von Rindern auf Naturschutzflächen im Münsterland und dem Ruhrgebiet

Naturschutz, Tierwohl und Premium-Rindfleisch im Paket

Vogelsang Stiftung in Datteln sucht Partner zur Entwicklung eines gemeinsamen Qualitätssiegels für Rindfleisch von Naturschutzflächen

Jeder Naturliebhaber kennt die kleinen Rinderherden, die als „Landschaftspfleger“ auf ökologisch wertvollen Flächen unterwegs sind. Sie sorgen durch Beweidung dafür, dass geschützte Flächen nicht nach und nach mit Buschwerk zuwachsen, sondern ihren ökologischen Nutzen als Offenland- und Grünlandflächen erfüllen können. Manche Halter vermarkten das Fleisch dieser Tiere bereits offensiv als besonderes Qualitätsprodukt. Doch das gilt nicht für alle. Insbesondere bei kleinen Beständen gibt es häufig keine optimalen Vertriebsstrukturen. In der Folge landet das Qualitätsfleisch mit dem besonderen Naturschutz-Hintergrund vielfach als „normales“ Rindfleisch in der Metzger-Theke. Durch eine spezielle Qualifizierung als Rindfleisch aus weitgehend wilder Weidehaltung auf Naturschutzflächen soll sich das nun ändern. Damit das gelingt, sucht die Vogelsang Stiftung mit Sitz in Datteln aktuell Partner, um ein Qualitätssiegel gemeinsam aus der Taufe zu heben.

Die gemeinnützige Vogelsang Stiftung widmet sich seit vielen Jahren unterschiedlichen Aufgaben des Natur- und Landschaftsschutzes. Dazu gehört unter anderem die dauerhafte Pflege großer Naturschutzflächen wie Auenlandschaften, Heiden, Feuchtgebieten und lichten Wäldern. In vielen Fällen werden sie durch die ganzjährige extensive Beweidung mit robusten Rinderrassen im gewünschten Zustand gehalten. Bullen, Mutterkühe und Kälber leben dabei in natürlichen Herdenverbänden und ernähren sich ausschließlich von dem, was die Landschaft für sie bereithält: Gräser, Kräuter, Blätter, Eicheln. Die natürliche Bewegung, die ursprüngliche Ernährung und das langsame Wachstum sorgen für gesunde und widerstandsfähige Tiere.

Die Vogelsang Stiftung entnimmt und vermarktet jährlich ca. zehn bis 15 Tiere. Deren Fleisch ist insbesondere durch die naturnahe Haltungsform von exzellenter Qualität. Und es kommt noch eine weitere positive Eigenschaft hinzu, denn das so auf Naturschutzflächen erzeugte Rindfleisch ist weniger klimaschädlich, da die negativen Klimaeinflüsse durch eigens erzeugte und transportierte Futtermittel wegfallen und die extensiv bewirtschafteten Flächen als CO2-Senken wirken.

Erste Recherchen haben ergeben, dass es in der Region mehrere Halter von Rindern auf Naturschutzflächen gibt. Manche vertreiben deren Fleisch und Fleischprodukte lokal in eigenen Hofläden. Andere Halter verfügen nicht über eine eigene Vertriebsstruktur, weil sich dies insbesondere bei eher kleinen Beständen wirtschaftlich und organisatorisch kaum darstellen lässt. Dadurch entgeht ihnen ein wichtiger Teil der möglichen Wertschöpfung, denn die Verknüpfung der Produkte mit dem Naturschutz ist für Verbraucherinnen und Verbraucher mit umweltbewusstem Konsumverhalten hoch attraktiv. Erfahrungsgemäß wäre diese Gruppe bereit, bei einer entsprechenden Vermarktung höhere Preise zu zahlen.

Vor diesem Hintergrund sollen ein Qualitätssiegel und Vermarktungsperspektiven für Rindfleisch von Naturschutzflächen aufgebaut werden. Hierfür sucht die Vogelsang Stiftung in einem vom NRW-Umweltministerium geförderten Projekt nach Partnern aus dem Münsterland und dem Ruhrgebiet. Gesucht werden zunächst rund zehn Betriebe, die Rinder auf Naturschutzflächen halten und an der Konzeption eines Qualitätssiegels sowie am Aufbau von Vermarktungsperspektiven mitwirken wollen.

Ein erstes Arbeitstreffen soll Anfang Januar 2022 stattfinden. Interessierte können sich ab sofort per E-Mail hier melden:

Vogelsang Stiftung
Vogelsangweg 21-23
45711 Datteln
info@vogelsang-stiftung.de

Beitragsfoto: Aubrac-Rinder in der Lippeaue (Quelle: Vogelsang Stiftung)