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Die Biertreber – ein Nebenprodukt mit wertvollen Inhalten

Die Treber sind die beim Brauprozess anfallenden Rückstände des Malzes und enthalten die sogenannten Spelzen mit einem sehr hohen Eiweißanteil, aber auch wichtigen Spurenelementen, Vitaminen, Enzymen, Ballaststoffen und Malzzucker, der als natürlicher Geschmacksverstärker den guten Brotgeschmack abrundet.

Tatsächlich haben Treberbrote eine lange Tradition. Bereits im Mittelalter mischten die Hausfrauen, die im Übrigen auch für’s Bierbrauen zuständig waren, die Treber unter ihren Brotteig.

Im Laufe der Jahrhunderte und erst recht vor dem Hintergrund der großen und internationalen Brotvielfalt sind die Vorzüge der Treber leider ziemlich in Vergessenheit geraten. Glücklicherweise aber setzen auch heute noch, oder wieder, einige Bäckereien und z. B. Brauereien, die zugleich einen Gastbetrieb führen, beim Backen ihres Hausbrotes auf die Treber.

In einer bekannten traditionellen Münsteraner Brauerei, deren Biere bundesweit und darüber hinaus geschätzt werden, fallen monatlich bis zu 25.000 Kilogramm Treber bei den Brauprozessen an. „Sie machen das Brot fluffiger, halten die Feuchtigkeit besser und das viele Gute, das in ihnen steckt, macht unser Brot auch gesünder und bekömmlicher“, weiß Johann Müller, Auszubildender Brauer und Mälzer. Ca. 10 kg frische Treber werden für die etwa 40 Brote, die für die eigenen Restaurants monatlich gebacken werden, benötigt.

Der weitaus überwiegende Teil wird der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt, um dort als zusätzliche und besonders nährstoffreiche Futterquelle für Schweine und Rinder Gutes zu tun. Insbesondere auf die Milchleistung der Kühe haben die Treber eine positive Wirkung.

Foto: Treber für die Tierfütterung wird verladen (Copyright: Johann Müller)

Beitragsfoto und Foto Brot: © Jörg Meyer | jumpr.com
Foto Treber-Verladung: Johann Müller