18.07.2018 / Regionen

Perspektiven und Entwicklungstendenzen der Lebensmittelproduktion für den Standort Deutschland

Die Studie wurde von der Justus-Liebig-Universität Gießen (Institut für Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft) im Auftrag der Heinz Lohmann Stiftung erstellt.

Hier geht es zum Download Kurzfassung oder Langfassung.

In der Zukunftsstudie Perspektiven und Entwicklungstendenzen der Lebensmittelproduktion für den Standort Deutschland werden die vier Branchen (Backwaren, Bier, Milch und Geflügel) im Hinblick auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Produktionsstandortes unter Berücksichtigung der Wertschöpfungskette – Vorstufe, Landwirtschaft, Verarbeitung, Lebensmittelhandel und Verbraucher – analysiert und Einflussfaktoren und Entwicklungslinien aufgezeigt.

Hintergrund und Ziele der Studie
Die Lebensmittelproduktion und -vermarktung finden innerhalb einer eng verflochtenen Wertschöpfungskette statt. Die zentralen Elemente dieser Kette sind die Landwirtschaft und das produzierende Ernährungsgewerbe. Die Ansprüche zahlreicher weiterer Institutionen, weitere Industriebereiche und die politische Ebene prägen die Gestaltungs- und Entwicklungsräume der Unternehmen. Von besonderer Bedeutung für die Perspektiven sind die Verbraucherpräferenzen, deren Wandel frühzeitig erkannt werden muss, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Obwohl die Nahrungsmittelproduktion ein weitgehend konjunkturunabhängiges Geschäft ist, stehen die Unternehmen vor großen Herausforderungen. Diese lassen sich für Deutschland in Kurzform wie folgt benennen:

➜ Makro-Verbraucherebene: Demographischer Wandel und sich verändernde Lebens- und
Arbeitsgewohnheiten.

➜ Mikro-Verbraucherebene: Stark heterogene Verbraucherpräferenzen und Ausdifferenzierung
der Nachfrage.

➜ Stagnierende Inlandsmärkte schaffen Notwendigkeit des (teilweise kritisch gesehenen) Wachstums im Ausland.

➜ Kostensteigerungen durch zunehmend strengere gesetzliche Vorgaben.

➜ Anhaltende Macht des Lebensmittelhandels und hoher Wettbewerbsdruck.

Die Lebensmittelproduktion rückt zunehmend mehr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung und Debatten. Unklar ist, wie unter diesen prägenden Rahmenbedingungen die Perspektiven und die zukünftige Entwicklung für die Lebensmittelwirtschaft beurteilt werden. Werden die Rahmenbedingungen von den Beteiligten als Beschränkungen oder als Chance und Herausforderung wahrgenommen?

Zentrale Fragen und Zielsetzungen der Studie

Ziel 1: Wie hat die Dynamik des Wettbewerbs die Branchen- und Unternehmens-Organisationsmuster verändert?

Ziel 2: Welche Herausforderungen ergeben sich aus den neuen Rahmenbedingungen?

Ziel 3: Welche Rückwirkungen haben die veränderten Verbraucherpräferenzen und gesellschaftlichen Strömungen auf Entscheidungen in der gesamten Wertschöpfungskette?

Ziel 4: Welche Gestaltungselemente bieten sich an, neue Rahmenbedingungen für eine auf Leistungsfähigkeit und Spezialisierung ausgerichtete Ernährungswirtschaft zu schaffen?

In drei Befragungsrunden wurden 243 Expertenmeinungen aus den vier Branchen zu den zentralen Fragen schriftlich eingeholt (Delphi-Methode). In der dritten Befragungsrunde nahmen die Experten zu den Ergebnissen einer bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung von 2.009 Konsumenten Stellung. Diese wechselseitige Befragungstechnik (Unternehmen und Verbraucher) ermöglicht es, verdichtete und stabile Einschätzungen und Prognosen zu erhalten.

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Rainer Kühl
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft
Senckenbergstr. 3
35390 Gießen
rainer.kuehl@agrar.uni-giessen.de
http://www.uni-giessen.de/foodeconomics

       
×

Anmelden

×
Website bewerten

Wie gefällt Ihnen die Webseite von NRW ISST GUT?

.
×
Kontakt

Wie können wir Ihnen helfen?

Bitte füllen Sie das Kontaktformular aus und klicken Sie anschließend auf „absenden“. Wir melden uns bei Ihnen zurück! Natürlich erreichen Sie uns auch telefonisch oder direkt per E-Mail unter: info@nrw-isst-gut.de

Geschäftsstelle Ernährung-NRW e.V.
Gereonstraße 80
D-41747 Viersen
Tel.: 02162 / 81905-96
Fax: 02162 / 5010804

Hotline

02162 8190596  

Mail

 

Social Media

.