27.06.2017 / Regionen

Echte Menschen – Ehrliche Produkte - Zukunftsfähigkeit von Qualitätsprodukten aus Nordrhein-Westfalen

Die Vortragsreihe „Echte Menschen – Ehrliche Produkte - Zukunftsfähigkeit von Qualitätsprodukten aus Nordrhein-Westfalen" fand zusammen mit der Mitgliederversammlung am 20.6.2017 in Oberhausen statt.

Andreas Heinz, Vorsitzender des Vorstands von Ernährung-NRW e.V, bringt das Wesentliche gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung auf den Punkt. „Wir dürfen uns gesellschaftlichen Veränderungen nicht in den Weg stellen, sondern müssen konstruktiv und aktiv auf sie reagieren. Dies sei wichtig, um die Zukunftsfähigkeit von Qualitätsprodukten aus Nordrhein-Westfalen zu sichern. Echte Menschen, die ehrliche Produkte herstellen und nachhaltig handeln, so lautet die Herausforderung heute“, so Andreas Heinz.

Peter Hettlich, Abteilungsleiter für Landwirtschaft, Gartenbau und ländliche Räume im nordrhein-westfälischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz, spricht sich für eine weiterhin starke Zusammenarbeit mit dem Verein Ernährung-NRW aus. „Die Agrar- und Ernährungswirtschaft in NRW hat eine herausragende Bedeutung für das Land. Unternehmen der Branche sollten das Produkteichen „NRW – geprüfte Qualität“ des Vereins Ernährung-NRW nutzen und nicht auf Eigenkreationen zurückgreifen“, so Hettlich.

Jan Grossarth, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet über die gesellschaftlichen Ansprüche der Landwirtschaft, die sättigend, tragfähig und sinnvoll sein soll. Er führt ein Spannungsfeld vor, das voller Widersprüche steckt und in dem mit wechselnden Winden navigiert werden muss. „Das Thema Landwirtschaft wird heute wird von vielen Sachthemen, aber auch großen Emotionen geleitet“, so der Journalist. „Wo sind die Helden“, fragt Jan Grossarth, „dass heißt, freie, verantwortungsvolle Landwirte, die mit Mut und Hingabe arbeiten und sich den Ansprüchen der heutigen Zeit stellen.“

Über Nachhaltigkeit und die Herausforderungen und Chancen in der Lebensmittelindustrie und dem Handel referiert Dr. Michael Raß, Beirat im Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU). „Die Unternehmen müssen Nachhaltigkeit immer mehr zu ihrem Thema machen. Und dies nicht nur, weil der Lebensmitteleinzelhandel hier sehr aktiv ist und seine Anforderungen an die nachhaltigen Unternehmensführung erhöhen wird. Nachhaltigkeit muss als Chance wahrgenommen werden und stellt für Unternehmen einen Gewinn dar, um glaubwürdiger zu handeln und wahrgenommen zu werden“, stellt Raß fest.

Norbert Reichl, Geschäftsführer Food-Processing Initiative e.V., berichtet über das PerLe-Projekt „Personalentwicklung in der Lebensmittelbranche“ und stellt die Frage: „Suchen Sie noch oder entwickeln Sie schon?“ Derzeit erarbeitet Food-Processing Initiative e.V. und die Firma innowise mit 12 Lebensmittelbetrieben (KMU) Lösungen zur Personalbindung, -gewinnung und -entwicklung. Reichl weist auf den Start einer neuen Personalreihe in Bielefeld am 5. Oktober 2017 hin, zu der er interessierte Unternehmen herzlich einlädt.

Auf großes Interesse stößt bei den Teilnehmern der Vortrag von Thomas Kühnle, Warenbereichsleiter Obst & Gemüse bei Edeka Rhein-Ruhr. Er stellt fest, dass NRW Regionalität braucht, gerade weil die Obst & Gemüseszene vom Weltmarkt beherrscht wird. Seit diesem Jahr lässt Edeka auf der Handelsmarke „Mein Land“ das Produktzeichen „NRW-geprüfte Qualität“ von zertifizierten Lieferanten aufbringen. „Unternehmen soll dadurch ein Gesicht gegeben werden“, so Kühnle. Voraussetzung um Partner von Edeka im Bereich Obst & Gemüse zu werden, ist die Zertifizierung mit dem „NRW-geprüfte Qualität“-Siegel über den Verein Ernährung-NRW e.V. Natürlich ist eine Listung dadurch nicht garantiert, aber ein erster Schritt ist gemacht.

Ein Beispiel aus der Praxis über nachhaltige Landwirtschaft erläutert Karlheinz Moschner, Leiter Qualitätssicherung von iglo, am Beispiel von Spinat. Iglo macht in NRW Vertraganbau mit herkömmlich arbeitenden Landwirten und hat von dem ökologischen Landbau gelernt, ohne Bio zu sein. „Es entstehen hochwertige, gesunde Produkte, die unter Minimierung des Einflusses auf die Umwelt regional entstehen“, konstatiert Moschner. Für eine transparente Kommunikation mit dem Verbraucher sorgt iglo durch geführte Besuchertouren durch sein Werk sowie Feldbegehungen.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung von Ernährung-NRW geben die Vorstände Andreas Heinz und Franz-Josef Dickopp einen Überblick über die in 2016/2017 durchgeführten Aktivitäten und berichten, was in der nächsten Zeit geplant ist. Im Fokus stehen dabei unter anderem Absatzförderungsaktivitäten in Zusammenarbeit mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Die Regularien handelt Schatzmeister Manfred Rycken ab.

       
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